4 Wochen Afrika pur in Kenia und Tansania 2002

Wir haben bereits zahlreiche Keniareisen des ASC, verbunden mit allen im Programm angebotenen Wochen- und beinahe allen Kurzsafaris, genießen können. Lediglich die Tansania-Safari, deren Buchung wir bis dato aus den verschiedensten Gründen nie schafften, bei den Wochensafaris und von den Kurzsafaris das ASC-eigene Kimanagebiet, hatten wir bis dato noch nicht gesehen, ebenso die nordkenianische Insel Lamu. Wir möchten diese Gelegenheit dazu nutzen, um auch die Qualitäten des ASC, die leider vielen nicht bekannt sind, wir jedoch bereits des öfteren genutzt haben, hervorzuheben, nämlich jene als Reiseveranstalter nicht nur für Keniareisen, sondern auch für Pauschal- und Individualreisen zu allen sonstigen nur irgendwie möglichen Destinationen


Am Heiligen Abend 2001 haben wir uns dann selbst eines der schönsten Geschenke überhaupt gemacht und kurz vor Dienstschluss genau diese unsere Wunschziele in einem unter der bewährt fachkundigen Beratung unserer „persönlichen“ Betreuerin Beatrix Aschenwald zusammengestellten ASC-Paket für die Zeit von 05. April bis 05. Mai 2002 gebucht.

Am 05. April war es endlich soweit und wir hoben planmäßig von Wien in Richtung Mombasa ab, wobei wir hier die erste positive Überraschung erlebten: Entgegen einigen „Unkenmeldungen“, die den neuen Airbus 310 der zum ASC gehörenden African Safari Airways (ASA) betrafen, entpuppte sich dieser „Flüsterjet“ als absolut leises (für uns das leiseste überhaupt – als Vielflieger haben wir genügend Vergleiche!) und angenehmes Fluggerät und insbesondere die von uns gebuchte Royal Class übertraf sogar noch alle Erwartungen (wir kannten natürlich von unseren früheren Reisen auch die betagte, aber sehr angenehme DC 10-30). Service, Freundlichkeit und Verpflegung an Bord brauchen einen Vergleich mit renommierten Linienfluggesellschaften keineswegs zu scheuen, im Gegenteil, hier könnte sich manche Airline ein Scheibchen abschneiden.

Nach der Ankunft in Mombasa und dem relativ raschen, daher sehr angenehmen Auschecken brachte uns der ASC-Bus gemeinsam mit einigen wenigen anderen Gästen, die allerdings nur bis zum „Seahorse“ mitfuhren (dann waren wir beide alleine) zu unserem „Stammhotel“, dem „Watamu-Beach“, wobei bereits diese 100 Kilometer Anfahrt aufgrund der tollen Landschaft und abwechslungsreichen Vegetation echtes Afrikafeeling vermitteln. Sofort nach der Ankunft im Watamu fühlten wir uns wie zu Hause und der erste Eindruck ließ vermuten, dass diese wohl ursprünglichste Anlage des ASC unter einer hervorragender Leitung steht, was sich in den folgenden Wochen auch tatsächlich bestätigt hat. Ressort-Manager Helmut Marx und seine Frau ermöglichen dem Gast totale Entspannung und Erholung, wobei einem fast jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird: Das Personal ist freundlich und zuvorkommend, die Bungalows sauber und gepflegt (besonders zu empfehlen sind hier die beiden toll ausgestatteten Honeymoon-Bungalows in bester Lage am Cliff!!), ebenso die Gartenanlage, die ein besonderes Lob verdient, die Verpflegung hervorragend und abwechslungsreich. Nicht unerwähnt soll aber auch der stellvertretende Ressort-Manager, Jonas Agandi, bleiben, der aufgrund der urlaubsbedingten Abwesenheit von Herr Marx die Geschicke im Watamu perfekt lenkte und für alle Anliegen ein offenes Ohr hatte. Für uns besonders angenehm war, dass – bedingt durch die Nebensaison lediglich zwischen 22 (Minimum) und 46 (Maximum) Gäste anwesend waren.

Am 10. April brachen wir dann zur lange herbeigesehnten Wochensafari nach Tansania auf. Mit der Skytrail-Twin-Otter flogen wir vom Bamburi-Airfield vorbei am Kilimanjaro nach Namanga, wo unsere Safari-Gruppe (insgesamt 8 Personen) von 2 Fahrzeugen (je 4 Personen – sehr komfortabel!) des tansanianischen ASC-Partners „Bushbuck“ übernommen wurde. Gleich an dieser Stelle höchstes Lob über dieses Safariunternehmen, dessen Organisation ähnlich perfekt ist wie jene des ASC selbst. In den kommenden Tagen hatten wir die Gelegenheit, die wohl einzigartige Fauna und Flora Tansanias kennen zu lernen, wobei uns die Safari zunächst in den Tarangire Nationalpark, dann auf und in den weltberühmten und nicht zu Unrecht als 8. Weltwunder bezeichneten Ngorongoro-Krater, in die Serengeti, dann noch einmal auf den Ngorongoro-Krater und zuletzt an den Lake Mayara führte. Besonders beeindruckend war die Landschaft in und um den Ngorongoro-Krater, aber auch die Tierwelt im Inneren des Kraters mit seinen immerhin 20 Kilometern Durchmesser. Nicht ganz so ergiebig war dann der Tierreichtum in der Serengeti, was allerdings auf die jahreszeitlich bedingte „Migration“ zurückzuführen und uns bereits im Voraus bekannt war. Dafür haben wir aber Dank des Spürsinns unseres Fahrer Abbas die seltene Gelegenheit gehabt, einen Leoparden völlig frei auf einem Felsen zu beobachten. Im Lake Manyara Nationalpark konnten wir – was auch nicht jedem gegönnt ist – sogar eine Besonderheit beobachten, die es anscheinend nur dort gibt: Löwen, die nach ihrer Mahlzeit in den Astgabeln der Akazien Schutz vor den in Bodennähe sehr lästigen Tse-Tse-Fliegen suchen. Erwähnenswert bei dieser Safari sind die Lodges, die an Luxus wesentlich mehr (eigentlich beinahe schon zu viel) bieten, als man sich von einer Safari erwarten würde – lediglich das Lake Manyara Hotel ist hier trotz der herrlichen Lage mit Blick auf den See eine (unrühmliche) Ausnahme, da es alt und komplett abgewohnt ist und nicht in das Gesamtbild der Safari passt (mittlerweile erfolgt die Unterbringung in der wirklich tollen Serena Manyara Lodge - siehe auch unseren Bericht vom Mai 2003 weiter unten). Nur allzu schnell ist die Zeit vergangen und wir mussten wieder zurück an die Küste.

Nach einem nur kurzen Zwischenaufenthalt im Watamu ging’s erneut zum Bamburi-Airfield und ins ASC-eigene Kimana-Game-Reserve, wo wir uns für einen Aufenthalt im Twiga-Luxus-Zeltcamp entschieden haben. Gleich nach der Landung im Kimana haben wir eine überaus nette und erfreuliche Überraschung erlebt, als uns der Fahrer (hinter dicker Sonnenbrille und mit Safarihut kaum erkennbar) fragte, ob und wann wir schon in Kenia gewesen seien. Als wir ihm erzählten, dass wir bereits mehrere Wochensafaris hinter uns hätten, fragte er nach den Fahrern, um sich schließlich als Omar, jenem Fahrer, der uns 1995 auf der Nord-Kenya-Safari gefahren hatte und der für uns der beste Game-Driver überhaupt war, erkennen zu geben. Er konnte sich an uns erinnern und die Wiedersehensfreude war beidseits groß. So groß, dass wir uns für die beiden darauffolgenden Tagen nach Rücksprache mit dem Leiter des Twiga-Camps, Karsten (einem überaus sympathischen und kompetenten Crocodile-Dundee-Typen mit Lederhut und ärmelloser Lederweste) anstelle der üblichen Pirschfahrten einen Jeep mit Omar als Fahrer mieteten und so individuell auf Pirschfahrt gingen – ein tolles Erlebnis! Unvergesslich ist das Twiga-Camp wegen seiner exklusiven Zelte, der ausgezeichneten Verpflegung und dem einzigartigen Frühstück am Hippopool mit direktem Blick auf den schneebedeckten Kili! Dass das Camp völlig frei und ohne Zaun in der Wildnis liegt, konnten wir gleich in der ersten Nacht um 03.00 Uhr morgens mit eigenen Augen sehen, als keine 2 Meter neben unserem Zelt 3 Flusspferde mehr als eine halbe Stunde gemütlich grasten und wir sie im hellen Mondschein herrlich beobachten konnten.

Zurück im Strandhotel genossen wir einige Tage das süße Nichtstun in der traumhaften Bucht von Watamu, ehe wir vom Flughafen Malindi auf die nordkenianische Insel Lamu flogen (Anmerkung: Diesen Teil unserer Reise haben wir beim ASC in seiner Eigenschaft als allgemeines Reisebüro gebucht, da Lamu nicht im normalen ASC-Programm aufscheint). Lamu ist wahrhaft sehenswert, hier gehen die Uhren noch anders: Man fühlt sich um mindestens 200 Jahre zurückversetzt, auf der Insel gibt es auch heute noch keine Autos, lediglich Esel und die klassischen Dhaus dienen den Einheimischen und den wenigen Touristen als Transportmittel. Die großteils islamische Bevölkerung ist überaus freundlich und hilfsbereit, soferne man die üblichen Standesregeln im Umgang mit Menschen des islamischen Glaubens beachtet. Aufgrund einer Flugplanänderung hatten wir auch das Hotel in Lamu kurzfristig wechseln müssen, worüber wir zunächst nicht sehr erfreut waren, dann aber eigentlich feststellen mussten, dass dies unser Glück war, weil wir so in ein wirklich landestypisches und gemütliches Hotel mitten in der Stadt Lamu gekommen sind. Eine ganztägige Dhaufahrt brachte uns die Schönheit der Inselwelt rund um die Hauptinsel Lamu sowie die riesigen Mangrovensümpfe näher.

Die letzten paar Tage verbrachten wir wieder am Strand in Watamu, wobei wir auf eigene Faust (Taxi) noch 2 Halbtagesausflüge nach Malindi machten, wo wir unsere Safarikleidung nach Maß und zu überaus günstigen Preisen (eine Empfehlung von Herrn Marx und seiner Frau – an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön für den heißen Tipp!) für die kommenden Urlaube und Safaris komplett erneuerten!

Es ist kaum zu glauben, wie schnell 4 Wochen vergehen können, wenn wirklich „alles passt“ und wie erholt man dann in den Alltag zurückkehrt! Der Rückflug ist ebenso angenehm verlaufen, wie der Hinflug, einziger Wermutstropfen ist hier leider immer wieder die übergenaue und beinahe schon lästige, weil übergenaue Gepäckskontrolle beim Einchecken vor dem Rückflug (kaum jemand, der diesen Kontrollen ohne Bezahlung für Übergepäck entgeht), doch nach einem so traumhaften Urlaub kann einen so eine Kleinigkeit nicht aus der Ruhe bringen!

Silvester im Seahorse (2002/2003)

Jahreswechsel 2002/2003 unter Kenias Sonne. Nachdem wir in den letzten Jahren zu Silvester stets verreist waren, hätten wir für Silvester 2002/2003 eigentlich wieder einmal ein „Heimspiel“ geplant gehabt. Je näher jedoch der Jahreswechsel rückte und je unwirtlicher das Wetter hierzulande wurde, desto größer wurde auch das Fernweh. Den letzten 4-wöchigen Keniaaufenthalt vom April noch in „warmer“ Erinnerung (wir berichteten darüber ausführlich), haben wir uns dann doch bei „unseren“ Damen im Salzburger ASC-Büro nach Rest-Möglichkeiten für den Jahreswechsel erkundigt, wobei wir aufgrund der zu dieser Zeit herrschenden Hochsaison eigentlich wenig Hoffnung hegten. Anfang Dezember kam dann aber die „erlösende“ Nachricht von Beatrix Aschenwald, dass wir für den Abflug 27.12. ex Wien und Rückflug am 05.01. via Frankfurt mit Anschlussflug nach Salzburg sogar noch Plätze in der Royal-Class bekommen könnten, und zwar für das Seahorse und das dazu noch zu einem sensationellen Preis! Ohne zu zögern haben wir gebucht, zumal wir ohnedies bereits mehrmals versucht hatten, zumindest probeweise einmal für einige Tage ins Seahorse zu gehen, doch war dies aus den verschiedensten Gründen bislang nie gelungen.


So haben wir dann Wien bei tiefwinterlichen Bedingungen am 27.12. verlassen und sind nach einem gewohnt erstklassigen Flug mit dem Airbus A 310-300 der ASA, auf dem

wir diesmal in prominenter Begleitung waren, da sich Wolfgang Ambros mit Gattin sowie ein Teil der österreichischen Band „EAV“ ebenfalls mit uns in der Royal-Class nach Mombasa begaben, im „ewigen Sommer“ gelandet. Nach dem raschen Auschecken haben wir nach knapp 1-stündiger Fahrt das Seahorse am Kilifi-Creek erreicht. Gleich bei der Begrüßung stellten wir fest, dass es sich beim Managerpaar Claudia und Dirk, um altbekannte Gesichter handelte, waren sie doch noch im April 2002 in der Zebra-Lodge im ASC-Kimana-Game-Sanctuary tätig, Dirk kannten wir überhaupt schon aus seiner Zeit davor im ASC-eigenen Mara Buffalo Camp in der Massai Mara.

Verwöhnt von der herrlichen Anlage des Watamu Beach (immerhin haben wir 7 herrliche Urlaube dort verbracht), waren wir natürlich überaus neugierig auf diese kleine, etwas abgelegen Anlage am Kilifi-Creek. Schon der erste Eindruck war überaus positiv, handelt es sich doch beim Seahorse um eine kleine, gemütliche Anlage mit lediglich 40 überaus geräumigen und wirklich ruhig, inmitten eines wunderbaren Palmenhains gelegenen Bungalows. Die Bungalows wurden entlang eines kleinen „Tales“, das direkt in den Kilifi-Creek mündet, links und rechts an die Hügel gebettet und garantieren Entspannung total. Der Creek (Meeresarm) bietet gegenüber dem offenen Meer den Vorteil, dass man ganztägig schwimmen kann, was ja an der Küste infolge der hohen Wasserschwankungen im Zuge der Gezeitenwechsel nicht durchgehend gewährleistet ist. Überhaupt hat der Creek besondere landschaftliche Reize, ist er doch von Mangrovenwäldern umgeben, die wasserseitig direkt bis an die Hotelanlage reichen. Das Seahorse ist mit Sicherheit ein Paradies für Ruhesuchende (Nachteil für „Shopping-Fanatiker“ und „Disco-Freaks“ hingegen: Bis Kilifi ist ein ca. 20-minütiger Fußmarsch erforderlich), Individualisten (es herrscht absolut ungezwungene und lockere Atmosphäre) und Wassersportler (es gibt hier eine Vielzahl von Wassersportgeräten, vom Katamaran über Surfbretter bis hin zu kleinen Segeljollen, die dem Gast kostenlos zur Verfügung stehen. Ungeübte können sich dabei fachmännisch einschulen lassen und werden auf Wunsch bei ihren Sportaktivitäten auch begleitet). Ein besonderer Geheimtipp sollte das Seahorse aber immer mehr für Feinschmecker werden, denn sowohl das reichhaltige Mittagsbuffet als auch das 6-gängige Abendmenü sind ein wahrer Genuss. Das ist mit Sicherheit das Verdienst von Claudia, die hier mit einem tollen Erfolg besonderes Augenmerk auf perfekte und stilvolle Verpflegung legt. Völlig zu Recht ist der Kilifi-Creek und das Seahorse für die herrlichen Sonnenuntergänge bekannt, denn die sind direkt an der Küste bei Weitem so schön, weil ja die Sonne bekanntlich im Westen untergeht, die kenianische Küste jedoch nach Osten gerichtet ist.

Wenn wir diesmal aufgrund des nur 10-tägigen Aufenthaltes auch keine richtige Safari gebucht hatten, so haben wir doch die Annehmlichkeiten des Leisure-Passes ausgenutzt und eine kombinierte Mombasa- und Bamburi-Tour gebucht, wobei wir insbesondere vom Bamburi-Park, der auf dem ehemaligen Gelände einer immer noch aktiven, großen Zementfabrik errichtet wurde und wo der Besucher erste Eindrücke von der herrlichen Tierwelt und Natur Kenias sammeln kann, begeistert waren. Im Eintrittspreis inkludiert ist ein Guide, der mit überraschend guten Sprachkenntnissen hervorragende Informationen bietet. Besonders geeignet erschien uns Bamburi auch für Kinder, da hier die Tiere trotz der Tatsache, dass sie sich frei bewegen können und somit echte Wildtiere sind, an den Menschen gewöhnt sind und sich im Einzelfall berühren lassen. Die Giraffen kann man zu vorgegebenen Zeiten sogar selbst füttern und sie sind so neugierig, dass sie ihre Schnauze direkt an die Kamera drücken Foto links). Mombasa hat sich in den letzten 10 Jahren nicht wesentlich verändert und – Gott sei Dank – trotz des doch regen Tourismus kaum etwas von seinem typischen afrikanischen Flair verloren!

Ein Höhepunkt für uns war sicherlich der bereits in Österreich gebuchte und dringend zu empfehlende 1-tägige Exklusiv-Charter der MY Mtwapa. Entgegen unseren Erwartungen und der allgemeinen Meinung ist das Chartern einer Segelyacht mit Skipper und Besatzung beim ASC ein echtes und noch dazu preiswertes Vergnügen! Hotelmanager Dirk fungiert als fachkundiger und erfahrener Skipper. Trotz der respektablen Windstärke zwischen 5 und 6 entpuppten auch wir „Landratten“ uns als absolut taugliche „Seebären“ und werden diese positiven Erfahrungen daher bei unserem nächsten Aufenthalt im kommenden Mai in Kenia fortsetzen (noch vor Antritt dieser Reise haben wir am 24.12. bereits wieder 4 Wochen Kenia und Tansania inklusive 2-er Individualsafaris gebucht – mittlerweile wurde diese Buchung um einen 1-tägige Exklusiv-Charter der MY Mtwapa ergänzt).

Zur Royal-Class der African Safari Airways (ASA) sei an dieser Stelle abschließend angemerkt, dass sie seit unserer letzten Reise im April 2002 nicht unwesentlich aufgewertet wurde, da jetzt neben allen sonstigen Annehmlichkeiten sowohl beim Abflug in Europa als auch in Mombasa noch die Benützung der Flughafen-Lounges inkludiert ist und bis zu 3 Tage vor Abflug im Hotel in Kenia aus einer Vielzahl erstklassiger Menüs bereits jenes für den Heimflug ausgewählt werden kann!

Die Rückkehr nach Europa am 06. Jänner war wie immer schwer, angesichts des doch schon greifbar nahen nächsten Kenia-Aufenthaltes mit dem ASC im Mai dieses Jahres (wir werden natürlich wieder berichten!) aber nur halb so schlimm!

Mit Kenias „Sonnenenergie“ in die Feiertage (November 2003)

10 Tage Clubhotel „Seahorse“, „Abstecher“ ins Luxuszelt auf Chale Island. Für manche unverständlich und kaum zu glauben, für uns war es aber bereits wieder „allerhöchste“ Zeit: Es hat uns beinahe schon wieder zu lange gedauert, bis wir Ende November endlich wieder in „unser“ Kenia zurückkehren konnten! Nach Silvester 2002/2003 (das wir auch im „Seahorse“ verbracht haben) und einem herrlichen 4-Wochen-Urlaub im Mai 2003 im „Watamu Beach Hotel“ und mit 2 Spezialsafaris (wir berichteten ausführlich) durften wir heuer bereits zum 3. Mal einen Urlaub in Kenia verbringen, diesmal für aber „nur“ für 10 Tage. Einen herzlichen und besonders lieben Dank eingangs wieder „unserer“ Beatrix Aschenwald im Salzburger ASC-Büro, die nicht nur in gewohnt souveräner Weise die Buchungen für uns erledigt hat, sondern uns auch den wirklich „heißen“ Tipp mit einem „Abstecher“ nach Chale Island vor der Südküste Kenias gegeben hat.

Wir hatten uns diesmal für einen Abflug von Basel aus entschieden, weil wir so eigentlich 13 Tage Urlaub vor uns gehabt hätten, wegen einer der gar nicht so seltenen und relativ kurzfristigen Flugplanänderungen der ASA konnten wir aber letzten Endes doch leider nur 10 Tage in Kenia verbringen (hiezu sei mir als treuer Stammkunde des ASC eine kleine Anmerkung erlaubt: Diese Änderungen sind seitens des ASC aus organisatorischen Gründen zwar durchaus verständlich und wirtschaftlich wohl auch notwendig, für berufstätige und aus terminlicher Notwendigkeit längerfristig vorausplanende Kunden wie uns aber leider nicht sehr angenehm, vor allem dann, wenn man bereits Zubringerflüge gebucht hat, die dann nur in Verbindung mit Umbuchungsgebühren umgebucht werden können (bei fast jeder unserer Buchungen „erwischt“ uns da irgendeine Flugplanänderung), wobei jedoch Dank „unserer“ Beatrix Aschenwald doch immer wieder gute und halbwegs zufriedenstellende Lösungen gefunden werden können! Bei der Gelegenheit: Auch 10 Tage Kenia lohnen sich durchaus und garantieren perfekte Erholung, sind also jedenfalls eine Reise wert!

So sind wir schließlich am 28. November von Salzburg über Wien nach Basel geflogen und von dort mit der ASA über Frankfurt ins für uns beinahe schon „heimatliche“ Kenia! Jedes Mal wieder schätzen wir dabei die Vorzüge der Royal Class, die mit ihrem Komfort und dem gebotenen Service zu einem echt fairen Preis einen angenehmen und entspannten Flug garantiert (toll ist dabei auch die Möglichkeit, auf den Flughäfen die Lounges zu benutzen)!

Nachdem wir beim Anflug auf Mombasa einen herrlichen Sonnenaufgang beobachten konnten, sind wir trotz unserer doch von Salzburg aus bereits sehr langen Anreise relativ ausgeruht in Mombasa angekommen und waren dann auch sehr rasch im Clubhotel „Seahorse“, wo wir uns noch gemütlich bei einem ausführlichen Frühstück stärken konnten. Das „Seahorse“ haben wir dieses Mal ebenso wie Silvester wegen des mit 10 Tagen doch kürzeren Aufenthalts und der nur halb so langen Anfahrt wie zu unserem eigentlichen „Stammhotel“, dem „Watamu“, gewählt. Das „Seahorse“ hat seit kurzem einen neuen Manager, den umsichtigen und umgänglichen Kenianer „Mr. Riki“ und gehört jetzt mit dem „Kasr al Bahar“ zu einem Ressort. Das „Seahorse“ wegen seiner „familiären“ Größe und der etwas abgeschiedenen Lage überaus gemütlich und ideal für Ruhesuchende, Familien mit Kindern (die können sich da wirklich ungestört bewegen, auch der Pool ist ideal dafür), aber auch für Wassersportler, die uns allerdings bis auf vereinzelte Taucher auch bei unserem 2. Aufenthalt dort aus für uns unerfindlichen Gründen nicht wirklich begegnet sind. Dabei wären für Interessierte wirklich alle Voraussetzungen vorhanden: Wassersportgeräte in ausreichender Anzahl, angefangen von Surfbrettern über Tret- und Ruderboote in verschiedenen Versionen bis hin zu einem Katamaran, auch entsprechend fachkundiges Personal wäre vorhanden – kaum jemand nutzte aber bei unseren beiden Aufenthalten die sportlichen Aktivitäten bzw. die diversen Sportgeräte (Nutzung kostenlos und im Preis inkludiert!). Selbst ein nett gelegener Tennisplatz wäre vorhanden.

Also ein guter Rat für bzw. Aufruf an alle (Wasser)Sportler und solche, die es vielleicht noch werden wollten: Leute, versucht’s einmal im „Seahorse“, ist echt nett dort und Ihr könnt Euch da tatsächlich richtig sportlich betätigen (zum Ausgleich dafür gibt’s dann in ausreichender Menge abwechslungsreiche und qualitativ hervorragende Verpflegung)! (Anmerkung: Auch wir bekennen uns ganz klar als ruhesuchende, naturliebende „Antisportler – nur damit hier keine falschen Eindrücke über unsere insbesondere im Urlaub nicht vorhandene Sportlichkeit entstehen!)

Ein großer Vorteil des „Seahorse“ ist sicherlich seine Lage am Kilifi-Creek, wo die kenianischen Gezeiten zwar durchaus spürbar sind, allerdings trotzdem zu jeder Tageszeit ausreichend Wasser vorhanden ist, um sich wassersportlich (auch schwimmend) zu betätigen, was ja direkt an der Küste bei Ebbe wenn überhaupt nur eingeschränkt möglich ist. Überhaupt liegt das „Seahorse“ reizvoll am Ende eines kleinen Tals, umgeben von einem üppigen Palmenhain und einer Menge tropischer Pflanzen. Besonders reizvoll sind dabei die Mangrovenwäldchen, die zum Meer hin wachsen und zahlreichen Vögeln und Krabben als Heimat dienen. Sehenswert jedenfalls auch die Sonnenuntergänge.

Zwischendurch haben wir für 3 Nächte einen bereits in Österreich (natürlich auch beim ASC-Reisebüro) gebuchten „Abstecher“ auf die kleine Privatinsel Chale Island, 600 m Meter vor der Küste im Süden Mombasas gelegen (ca. 120 km vom „Seahorse“ entfernt, „Übersetzen“ mit der Likoni-Fähre), gemacht. Diese Insel ist wahrlich ein kleines Paradies: Gerade einmal 2,5 km² groß und praktisch naturbelassen! Man wird bei Flut mit einem kleinen Motorboot auf die Insel gebracht, bei Ebbe wird dieses Boot ganz einfach durch einen Traktor mit eigens angefertigten Anhänger ersetzt. Untergebracht waren wir in einem der Luxuszelte mit ca. 50 m² Wohnfläche, einem großen Lamu-Bett samt Moskitonetz, gemauerter Dusche und WC sowie kleiner Privatterrasse – das Feeling ähnlich jenem von Robinson Crusoe (wurde durch die Tatsache verstärkt, dass mit uns am ersten Tag lediglich 19 Gäste auf der Insel waren, dann gar nur mehr 12), aber eben etwas luxuriöser! Direkt vom Zelt aus hatten wir einen herrlichen Blick auf den Strand und das Meer, von der „Terrasse“ aus waren es nur wenige Schritte bis zum Wasser! Zusätzlich gab es einen großen Meerwasser-Swimmingpool und – besonders wichtig – viel Ruhe und eine hervorragende Verpflegung mit viel frischen Meeresfrüchten! Am 4. Tag nachmittags kehrten wir wieder ins „Seahorse“ zurück.

Da sich wegen des um 2 Tage verkürzten Aufenthalts dieses Mal eine Safari zeitlich nicht mehr ausging (wir hatten ursprünglich bereits einen 2-Tages-Selbstfahrerausflug in den Tsavo-Ost mit 1 Übernachtung im Crocodile-Camp gebucht, den wir aber nach der Flugplanänderung wieder stornieren mussten), haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, an unserem vorletzten Tag mit einem VIP-Car des ASC dem uns bestens bekannten Manager in unserem Stammhotel „Watamu“ Helmut Marx und seiner Frau Helga sowie der Tourist-Officerin Elisabeth einen Besuch zum Lunch abzustatten. Zuvor waren wir aber noch Shoppen in „Mullas Boutique“ in Malindi (Geheimtipp zum Einkaufen aller Art, auch für rasche, preisgünstige und qualitativ hochwertige Maßanfertigung von Safarianzügen, etc.!). Im „Watamu“ wurden wir von den „Marxens“ und Elisabeth gewohnt herzlich empfangen und konnten uns nach dem Lunch stundenlang über interessante Themen unterhalten ehe wir abends wieder ins „Seahorse“ zurückkehrten. Der Empfang und die Aufnahme im „Watamu“ ist immer besonders persönlich, sogar die Kellner, Oberkellner und Barleute zeigen sich bei einem – wenn wie diesmal auch nur kurzen – Wiedersehen wirklich erfreut!

Den letzten Tag nutzten wir schließlich wieder zur reinen Erholung im „Seahorse“, ehe wir am 08. Dezember wieder einmal schweren Herzens „Kwaheri“ sagen mussten. Das Wichtigste aber: Wir haben unsere „Batterien“ vor den bevorstehenden Feiertagen und dem „Hochwinter“ mit Kenias Sonnenenergie wieder aufgeladen!

Aber wie das Leben so ist, folgt einem jeden „Kwaheri“ auch eine nächste „Karibuni“, und die ist für uns bereits absehbar: Noch in der Woche unserer Rückkehr ins winterlich kalte Europa haben wir nämlich unseren nächsten großen Urlaub gebucht: Am 23. Mai 2004 geht’s wieder für 4 Wochen nach Kenia (das ist dann unsere insgesamt 10. Keniareise mit dem ASC!), ins natürlich ins „Watamu“ (erstmals haben wir dort das „Casa Mare“ gebucht), außerdem stehen dann wieder 2 individuell für uns zusammengestellte Spezialsafaris (1 für 8 Tage mit dem Jeep ins nördliche Kenia, 1 für 5 Tage in den Tsavo Ost, das Kimana Game Sanctuary und in den Amboseli) auf dem Programm – wir können es bereits jetzt kaum erwarten!

Keniaufenthalte 2004 bis Mai 2008

Leider haben wir es aus Zeitmangel nicht geschafft, unsere Keniaurlaube seit Mai 2004 in schöne Reiseberichte zu verfassen, wir geloben aber Besserung und werden hoffentlich demnächst wieder Berichte verfassen. Wir waren jedes Jahr 4 Wochen, manchmal sogar noch ein zweites Mal für 2 Wochen in Kenia. Die Zeitknappheit war großteils beruflich bedingt, hing aber auch damit zusammen, dass wir im März 2006 unsere Tochter Nina, die damals 5 Monate alt war, aus Äthiopien adoptiert haben.

Mittlerweile war auch Nina schon mit uns in Kenia, und zwar im Herbst 2006 im Alter von genau 12 Monaten, und sie durfte sogar auf Safari gehen (siehe Foto), im Herbst 2007 und zuletzt im Mai 2008. Wir hatten dabei keinerlei Probleme, weder organisatorisch noch in gesundheitlicher Hinsicht - Nina hat den Urlaub vollauf genossen und wir freuen uns schon auf unseren heurigen Urlaub.

Unsere Safaris machen wir weiterhin völlig individuell, ganz auf unsere Bedürfnisse und natürlich die Bedürfnisse Ninas zugeschnitten - das Programm stellen wir uns selbst zusammen, die Organisation vor Ort übernimmt unsere Freundin Monika Solanki von Lofty-Tours. Im Mai 2005 waren wir sogar 2 Wochen quer durch Kenia unterwegs und haben dabei mehr als 4000 Kilometer zurückgelegt - ein unvergessliches Erlebnis.

Als Unterkünfte an der Küste mieten wir Häuser samt Pool und Personal - eine durchaus erschwingliche Sache mit allem nur erdenklichen Komfort, vor allem völliger Unabhängigkeit und der besten Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen. Die Häuser findet Ihr im Fotoalbum (Bahari Cottage, Kamili House) und bei den Picasa-Fotos . Mehr über diese Art der Unterkünfte findet Ihr unter den Links bei "Miethäuser". Wir haben die Häuser teilweise direkt über Watamu Property Services gebucht und sehr gute Erfahrung gemacht dabei bzw. zuletzt das Kamili-House direkt bei den Eigentümern in Nairobie.

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